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Menschenrechtspreis für Apropos

Man kann sich nicht bewerben, man wird gefunden. Heuer ging die „Rose für Menschenrechte“ an Apropos und 30 weitere Einrichtungen, die sich für arme Menschen aus Südost-Europa einsetzen.

 

Fast könnte man das verstrichene Jahr 2014 als das „Salzburger Bettler-Jahr“ bezeichnen. Kaum ein anderes Thema hat solche Wellen geschlagen wie die rund 130 Menschen, die in Salzburg betteln. Zuerst brachte der Gemeinderats-Wahlkampf Plakate wie „Salzburg. Stadt der organisierten Bettlerbanden“ hervor, dann zündete jemand ein Schlaflager von bettelnden Menschen an, Unbekannte zeichneten ein Hakenkreuz an die Tür einer Übergangs-Notschlafstelle und schließlich rief eine Facebookseite dazu auf, Bettler nach Mauthausen „unter die Dusche“ zu schicken. Das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite nahmen rund 400 Menschen an einer vom Friedensbüro Salzburg federführend organisierten Konferenz „Betteln. Eine Herausforderung“ teil, in deren Fahrwasser Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ) zu einem runden Tisch lud. Seitdem gibt es einen Leitfaden, der Verhaltensregeln für das Betteln in Salzburg beinhaltet sowie das politische Bekenntnis zu einer ganzjährigen Notunterkunft inklusive Sozialarbeit.

Apropos hat sich neben zahlreichen anderen Einrichtungen sowohl bei der Konferenz wie auch bei den runden Tischen der Stadtpolitik eingebracht. Wir gelten als eine Art „Best-Practice-Modell“, weil wir armen Menschen durch den Zeitungsverkauf eine würdige Alternative zum Betteln anbieten, und durch Projekte wie die gemeinsam mit der ARGEkultur und dem Friedensbüro ins Leben gerufenen „Salzburger Bettelposen“ bewusste Sensibilisierungs-Impulse setzen. Die Plattform für Menschenrechte hat nun unser „zivilgesellschaftliches Engagement“ mit der Rose für Menschenrechte ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr darüber!