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Der Apropos-Sprachkurs zu Besuch in Mozarts Geburtshaus

Vieles ändert sich – einiges nicht

Da, wo Wolfgang Amadeus Mozart das Licht der Welt erblickte, bekam Apropos noch Ende Dezember eine Exklusiv-Führung. Diesmal von der Museumspädagogin Maria Erker. Es war ein Genuss, denn Mozarts Geburtshaus ist auch ein Museum zum Anfassen. In der Küche der Mozarts suchten wir lange und erfolglos nach dem „neumodischen“ Waschbecken – es war praktischerweise im Fensterbrett versteckt – und wir bekamen gleich noch eine Gebrauchsanweisung für die 260 Jahre alte Kaffeeröstemaschine. Dazu meinte Ogi treffend: „Das wäre was für George Clooney!“ Es zeigte sich auf alle Fälle: Die Mozarts lebten schon ganz schön angenehm damals. Mit Bediensteten, die Wärmflaschen ins Bett legten und heiße Schokolade oder Mandelmilch kredenzten. Aber es gibt natürlich auch die Kehrseite der guten alten Zeit. So war Mozart von seinen 35 Lebensjahren ganze zehn auf Reisen. Das klingt vielleicht aufregend, war aber sicher sehr mühselig. Mit der Kutsche von Salzburg nach München – über die Grenze – war man vor 260 Jahren schon mal 29 Stunden unterwegs. Solche Fahrten kennen unsere Verkäufer auch. Avram fährt um die 23 Stunden mit Sack und Pack nach Hause zu den Kindern.

Vor 260 Jahren aßen die Leute bei uns viel Kraut und Suppen im Winter. Das Kraut ist auch bei unseren rumänischen Verkäufern hoch im Kurs. Spezialitäten, die es dann immer zu Hause gibt, sind der obligatorische Krautsalat zum Schweinsbraten, die Krautsuppe und natürlich die Krautwickler.

Als wir vor einem Bild von Mozarts Frau Constanze stehen, erklärt Maria Erker, dass die Familie nach dem Tod des Musikers finanziell auf sich gestellt war. Keine Witwenpension! Die Alleinerzieherin Constanze musste sich etwas einfallen lassen, um durchzukommen. Zum Beispiel den Nachlass verwalten und konkret Möbel, Kleider oder Noten verkaufen. Eine solche Lebensrealität ist auch bei Apropos-Verkäuferinnen und -Verkäufern bekannt. Apropos verkaufen, um über die Runden zu kommen. So gesehen sind 260 Jahre eine lange Zeit, in der sich viel getan hat – und anders gesehen auch wieder nicht.