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Schwerpunkt

Liebe Leserinnen und Leser!

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Worte sind Orte, in denen Menschen sich heimisch wie auch verlassen fühlen. Worte sind der unmittelbarste Weg zum Ich, aber auch das Bindeglied zum Du. Worte sind das Allerwichtigste. Im Gespräch mit dem Salzburger Schriftsteller Walter Müller im Café Bazar kurz vor Weihnachten entstand der Februar-Schwerpunkt „Nur ein Wort“. Apropos-Redakteurin Anja Keglevic hat 24 Autorinnen und Autoren aus dem Kultur-, Medien- und Sozialbereich jeweils einen Buchstaben zugeteilt und um eine Wortspende zu einem Wort ihrer Wahl gebeten. Der Schriftsteller Walter Kappacher hat diesen Aufruf gleich ganz wörtlich genommen (S. 16).

 

Sie finden auf den folgenden 16 Seiten persönliche, kritische, sprachbewusste und berührende Wort-Geschichten. Kinder- und Jugendanwaltschafts-Pressereferentin Veronika Weis schreibt über Abenteuer, Bühnenbildner und Künstler ­Arthur Zgubic über die B-Seite, Kulturjournalistin Cay Bubendorfer über das Chaos, der freie Journalist Wilhelm Ortmayr über Danke, Bibliotheksreferatsleiterin und freie Journalistin Christina Repolust über Ehrlich, die freie Journalistin Verena Ramsl über den Fimmel, der freie Journalist Raphael Auer über große Worte, Armutskonferenz-Sprecher Robert Buggler über Hier, SN-Journalist Peter Gnaiger über Ich, SN-Journalist Heinz Bayer über Ja, Kronenzeitungs-Journalist Harald Brodnig über Kuss, die freie Journalistin Diana Oberreiter über Lösung, die freie Journalistin Eva Helfrich über Misanthrop, die freie Journalistin Katrin Schmoll über Neid, Radiofabriks-Redakteur Georg Wimmer über Ostafrika, ich über Plötzlich und die Vorsilbe Ver-, Vertriebskollege Hans Steininger über Qualifiziert, Apropos-Redakteurin Anja Keglevic über Raffitückisch und Werbung, Schriftsteller Walter Müller über Sehnsucht, Schriftsteller Walter Kappacher über Trickbetrüger, Krone-Journalistin Jasmin Gaderer über Urlaub, die freie Journalistin Maria Moser über Xmas, Sprachlehrerin und Projektleiterin Monika Pink über das Ypsilon und Bibliothekswerk-Leiter Reinhard Ehgartner über den Buchstaben Zett.
Verkäufer Ogi fehlen des Öfteren die Worte, weil er mit seinem Deutsch an seine Grenzen stößt. Nichtsdestotrotz ist er ein großer Kommunikator und entdeckt beim Verkaufen spannende Interviewpartner (S. 20). Apropos-Verkäufer(in) und - Autor(in) Rudolf Sonja Jax war kein Mensch der großen Worte. Zeitlebens im falschen Körper gefangen, war es ihm wichtig, die eigene Mitte zu finden. Wenn er schrieb, dann immer sehr eindrücklich und schonungslos offen. Am 18. Dezember ist er im Alter von 49 Jahren gestorben (S. 27). Wir vermissen ihn.

 

Herzlichst, Ihre

Michaela Gründler

Chefredakteurin

 

 

Text: Michaela Gründler

Februar-Ausgabe 2010