Hilft, wenn Not am Mann ist

 

Verkäufer und Schreibwerkstatt-Autor Edi Binder

Ich tu mir schwer, zum Thema „Miteinander“ etwas zu sagen. Ich würde mich nämlich als Einzelgänger bezeichnen. Ich habe wenig Kontakt zu anderen. Mir ist es lieber, allein zu sein. Wenn ich weiß, dass jemand krank ist oder es ihm nicht gut geht, dann helfe ich natürlich. Wenn ich Lebensmittel einkaufen gehe oder mir etwas aus der Trafik hole, dann nehme ich auch etwas für Wohnungskollegen mit, wenn sie etwas brauchen. 

Manchmal ergibt es sich, dass ich wen auf der Straße treffe, dann trinken wir einen „versteckten Wodka“ (Mineralwasser) im Café Leimüller. Oder wenn ich im Schmankerl zu Mittag esse, dann komm ich öfters ins Gespräch. Das Schmankerl ist ein guter Platz, um Menschen zu treffen. 

Mein Stamm-Verkaufsplatz ist vor der Trafik. Zum Trafikanten habe ich einen guten und schon langen Kontakt und beim Verkaufen der Zeitung tratsche ich gern mit meinen Stammkunden über dies und das.